Sonstiges

Etiketten zur Produktsicherung und Manipulationserkennung

Das weltweite Problem der Fälschung und Manipulation von Produkten wächst von Jahr zu Jahr. Zu den verschiedenen Marktsegmenten der Sicherheitsetiketten gehören u. a. Manipulationssicherheit, Markenschutz und Schutz gegen Diebstahl.

Für ein breites Warenspektrum nimmt der Bedarf an manipulationssicheren Etiketten und Siegeln rasch zu.  Manipulationssichere Etiketten zeigen deutlich an jedem Punkt der Lieferkette, dass das Produkt unversehrt geblieben und weder manipuliert noch kontaminiert worden ist. Beispiele sind Void-Etiketten, aufbrechende Papiere und sehr leicht zerstörbare Materialien.

Markenschutzetiketten können viele Formen annehmen und haben die Aufgabe, die etikettierte Sache als echt zu identifizieren. Markenschutzetiketten lassen sich in zwei Typen einteilen: Der offene Typ soll ein klares, sichtbares Zeichen der Authentizität übermitteln. Beispiele dafür sind Hologramme, fluoreszierende Fasern und selektiv metallisierte Folien. Der verdeckte Typ ist mit Sicherheitsmerkmalen ausgestattet, über die nur der Markeninhaber informiert ist. Beispiele dafür sind sog. Taggants, unsichtbare fluoreszierende Fasern und lumineszierende Beschichtungen für Etiketten.

Diebstahlsicherungsetiketten sind im Einzelhandel weit verbreitet, um Warenverluste am Verkaufspunkt zu vermeiden. Beispiele dafür sind elektromagnetische Etiketten und RFID-Etiketten zur Radiofrequenzidentifikation.

Etikettieren mit Digitaldruckverfahren

Beim Digitaldruckverfahren werden die Daten zur elektrofotografischen Druckbildgenerierung unmittelbar einer digitalen Datei entnommen.

Die Hauptvorteile sind:

  • profitable kleinere bis mittlere Auflagen
  • keine Filme, keine Druckplatten
  • schnelle Abwicklung
  • hochwertige Druckergebnisse
  • kein Abfall
  • große Auswahl an Bedruckstoffen

Haupteinsatzbereiche für den Digitaldruck sind heute Etiketten für Lebensmittel, Industriechemikalien und Spezialprodukte, mehrsprachige Druckarbeiten und individuelle Gestaltung.

HP Indigo und Xeikon

Xeikon und Indigo sind heute weltweit die wichtigsten Hersteller von Digitaldrucksystemen. Beide Unternehmen wurden Ende der 1980er-Jahre gegründet und brachten ihre ersten Maschinen für den farbigen Digitaldruck 1993 auf den Markt.
Die Xeikon-Technologie basiert auf der Elektrofotografie (LED). Dieses Verfahren setzt voraus, dass der Bedruckstoff eine optimale, gleichmäßige Resistivität aufweist, die nur durch einen richtigen, gleichmäßigen Feuchtigkeitsgehalt und gute Materialstruktur zu erreichen ist.
Indigo verwendet ein digitales Offsetverfahren mit Flüssigtoner, sog. ElectroInks. Dieses Verfahren stellt an den Bedruckstoff hohe Anforderungen hinsichtlich der Farbverankerung. UPM Raflatac’s Produkte für Indigo haben eine spezielle Oberflächenbeschichtung, um eine gute Druckqualität sicherzustellen.