Etikettieren von Industriechemikalien

Etikettierungen in der chemotechnischen Industrie umfassen viele verschiedene Anwendungen wie chemische Massengüter, in Fässern verpackte Chemikalien, Öle, Farben und Produkte für Bauwesen und Landwirtschaft.

Besonders für Produkte, die in geschlossenen Räumen gelagert oder verwendet werden, wählt man zurzeit meist Standardpapiere oder –folien. Für Außenanwendungen geht der Trend – vor allem gemäß den vom Endanwender gestellten Anforderungen – hin zu Standardfolien oder spezialbeschichteten Folien (Polyprint 100, Syntransfer). Matte Qualitäten dominieren, doch der Einsatz glänzender Etikettenfolien steigt. Obermaterialien und Kleber für Außenanwendungen im chemotechnischen Bereich müssen gute Wasserbeständigkeit, höhere chemische Beständigkeit und gute Wetterfestigkeit besitzen.

Die wichtigsten Druckverfahren im Bereich Industriechemikalien sind Flexo- und UV-Buchdruck. Für den Druck variabler Informationen (VIP) werden meist Thermotransfer- und Lasersysteme eingesetzt. Das Bedrucken von Folienetiketten mit Lasergeräten erfordert Spezialfolien wie UPM Raflatac’s Polylaser oder PE-Laser.

Das Etikett spielt auch eine wichtige Rolle für die Produktsicherheit, weil es das Produkt und mögliche gefährliche Komponenten identifiziert. Nach der neuen EU-Gesetzgebung sind die Hersteller verpflichtet, Substanzen und Zusammensetzungen zu klassifizieren und auf dem Etikett anzugeben. BS 5609 ist die gesetzliche Norm für die Haltbarkeit von Etiketten bei Verwendung auf See.